G & H Vermögenverwaltung GmbH

Offenlegung der Grundsätze zu dem Vergütungssystem 2017

Grundsätze zum Vergütungssystem der G & H Vermögensverwaltung GmbH

Der Erfolg der G & H Vermögensverwaltung GmbH stützt sich im Wesentlichen darauf, wie engagiert und qualifiziert die Mitarbeiter Kunden / Mandanten gewinnen und mit einer nachhaltigen, positiven Wertentwicklung des verwalteten Vermögens binden können. Die Mitarbeiter, aber auch die Kundenzufriedenheit, sind der Schlüssel unseres Erfolges. So wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 05.02.1998 beschlossen, dass keine Transaktionen vorgenommen werden sollen, die gegen die Interessen des Kunden / der Mandanten laufen.

Für die Gewinnung und Bindung von engagierten und qualifizierten Führungskräften und Mitarbeitern spielt eine attraktive Vergütung im Rahmen unserer Unternehmenskultur eine besondere Rolle. Wir verstehen Vergütung als angemessene und faire Honorierung dessen, dass die Mitarbeiter die an sie gestellten Anforderungen erfüllen und sich in hohem Maße für unser Unternehmen engagieren. Für unsere Vergütung gelten die in den folgenden Abschnitten dargestellten Grundsätze.

1. Vergütung

Die Höhe der Vergütung bemisst sich nach der Funktion und den an den Mitarbeiter gestellten Anforderungen. Die Höhe der variablen Vergütung bemisst sich nach dem Gesamterfolg der G & H Vermögensverwaltung GmbH.

Für die grundlegende Bemessung der Vergütung orientiert sich die G & H Vermögensverwaltung GmbH an den Klassifizierungen des Tarifwerkes für die Volks- und Raiffeisenbanken, in der jeweils gültigen Fassung. In Abhängigkeit von der Funktion, den Anforderungen an die Stelle, die Leistungsstärke und Leistungsbereitschaft erhalten die Mitarbeiter ein Festgehalt. Die Grundvergütung ist damit individuell festgelegt.

Besondere Qualifizierung sowie Zusatzaufgaben können über eine Zulage Anerkennung finden.

Über die Festsetzung der Vergütung der Mitarbeiter entscheidet der Geschäftsführer mit Zustimmung des Gesellschafters. Über die Vergütung des Geschäftsführers entscheidet der Gesellschafter.

Damit stellt die G & H Vermögensverwaltung GmbH sicher, dass sämtliche Mitarbeiter des Unternehmens entsprechend ihrer Verantwortung, ihrer Aufgaben und der Leistungsfähigkeit des Unternehmens angemessen und marktüblich vergütet werden.

Das Vergütungssystem der G & H Vermögensverwaltung GmbH umfasst folgende Bausteine:

  • Tarifliche Grundvergütung
  • Eventuelle Zulagen
  • Vermögenswirksame Leistungen
  • Firmenwagen für den Geschäftsführer
  • Altersvorsorge über Versorgungswerke für ausgewählte Mitarbeiter
  • Jubiläumszuwendungen in Abhängigkeit von Betriebszugehörigkeit und Alter
  • Zuwendungen zu besonderen Ereignissen (z. B. Heirat)
  • Betriebliche Unfallversicherung
  • Erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile

2. Vergütungsbestandteile

2.1 Grundsatz

Vergütung sind

  1. sämtliche finanzielle Leistungen, gleich welcher Art, einschließlich der Leistungen zur Altersversorgung,
  2. sämtliche Sachbezüge, gleich welcher Art, einschließlich der Leistungen zur Altersversorgung, und
  3. sämtliche Leistungen von Dritten,

die ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin im Hinblick auf seine oder ihre berufliche Tätigkeit für die G & H Vermögensverwaltung GmbH erhält. Sachbezüge gemäß Satz 1 Nummer 2, die nach dem Einkommensteuergesetz nicht als Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit anzusehen sind oder gemäß § 8 Absatz 2 Satz 11 des Einkommensteuergesetzes außer Ansatz bleiben, werden nicht berücksichtigt.

Vergütungssysteme sind die internen Regelungen zur Vergütung sowie deren tatsächliche Umsetzung und Anwendung durch das Unternehmen.

2.2 Fixe Vergütungen

Fixe Vergütung ist der Teil der Vergütung

  • dessen Gewährung und Höhe keinem Ermessen unterliegt,
  • dessen Gewährung und Höhe dem Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin keine Anreize für eine Risikoübernahme bieten,
  • bei dem die Voraussetzungen für die Gewährung und Höhe vorher festgelegt wurden,
  • bei dem die Voraussetzungen für die Gewährung und Höhe transparent für den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin sind,
  • dessen Gewährung und Höhe dauerhaft sind,
  • der nicht einseitig vom Institut verringert, ausgesetzt oder aufgehoben werden kann und
  • der nicht leistungsabhängig oder sonst vom Eintritt zuvor vereinbarter Bedingungen abhängig ausgestaltet ist.

2.3 Variable Vergütung

Variable Vergütung ist der Teil der Vergütung, der nicht fix ist. Ist eine eindeutige Zuordnung eines Vergütungsbestandteils zur fixen Vergütung gemäß nicht möglich, gilt dieser Bestandteil als variable Vergütung.

Abfindungen sind Vergütungen, die ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des Arbeits-, Geschäftsbesorgungs- oder Dienstverhältnisses erhält.

Das Vergütungssystem der G & H Vermögensverwaltung GmbH umfasst grundsätzlich folgende variable Bausteine:

  • Abfindungen
  • Erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile

Es können je nach Ertragslage des Unternehmens variable Gehaltsbestandteile gezahlt werden. Die Vereinbarung für die Geschäftsleitung wurde im Geschäftsjahr 2018 geschlossen und verlängert sich jeweils für das nächste Geschäftsjahr, wenn nicht eine der Parteien zuvor die Vereinbarung kündigt. Die Vereinbarung mit dem Prokuristen wurde im Geschäftsjahr 2012 getroffen und verlängert sich jeweils für das nächste Geschäftsjahr, wenn nicht eine der Parteien zuvor die Vereinbarung kündigt. Für die Tarifangestellten wurde eine Regelung im Gesellschafterbeschluss vom 29.11.2012 vereinbart und verlängert sich jeweils für das nächste Geschäftsjahr, wenn nicht eine der Parteien zuvor die Vereinbarung kündigt. Die Zielgrößen sind am Erfolg des Unternehmens ausgerichtet.

Die Höhe der Vergütung steht in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und den Leistungen der Geschäftsführung und trägt der Lage des Unternehmens Rechnung.

Je nach Zielerreichung ist sichergestellt, dass variable Vergütungsbestandteile ggf. vollständig abgeschmolzen werden. Darüber hinaus ist für die Geschäftsführung und alle anderen Mitarbeiter eine Obergrenze für die Höhe der jährlichen Tantiemezahlung vereinbart. Das Verhältnis zwischen variablen und fixen Gehaltsbestandteilen ist angemessen.

Die maximale Höhe der erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile beträgt das Dreifache des persönlichen monatlichen Gehaltsanspruchs. Es besteht kein Anspruch auf wiederkehrende Zielvereinbarungen und erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile. Einzelziele für Mitarbeiter bestehen nicht.

Absicherungs- oder sonstige Gegenmaßnahmen zur Sicherstellung risikoorientierter Vergütungsbestandteile bestehen nicht. Die Compliance-Funktion der Muttergesellschaft überprüft regelmäßig die Einhaltung dieses Verbots und nimmt die Ergebnisse im Jahresbericht der G & H Vermögensverwaltung GmbH auf.

Variable Gehaltsbestandteile werden in der G & H Vermögensverwaltung nicht garantiert.

Die Zielsysteme, die der Auszahlung der leistungsorientierten Vergütungsbestandteile zugrunde liegen, vermeiden schädliche Anreize zur Eingehung unverhältnismäßig hoher Risikopositionen. Der Zielfindungsprozess ist transparent und den Mitarbeitern bekannt.

Die Angemessenheit der Höhe von Abfindungen wird durch die Geschäftsführung und dem Gesellschafter für die Auseinandersetzung mit Mitarbeitern entschieden. Bei Auseinandersetzungen zwischen der G & H Vermögensverwaltung GmbH und der Geschäftsführung entscheidet der Gesellschafter über die Angemessenheit der Höhe. Abfindungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gezahlt.

Halteprämien werden in der G & H Vermögensverwaltung GmbH nicht gezahlt.

Auszahlungsvorbehalt: Die Ausschüttung der variablen Vergütungsbestandteile erfolgt unter dem Vorbehalt des § 45 KWG. Dieser ermächtigt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im Falle unzureichender Eigenmittel oder unzureichender Liquidität zur Untersagung oder Beschränkung variabler Vergütungsbestandteile, soweit sie nicht auf Basis eines Tarifvertrages geleistet werden. Ein Kundenorientierter Vergütungsvorbehalt ist im Hause eingeführt und organisatorisch umgesetzt. Dadurch soll verhindert werden, dass variable Gehaltsbestandteile an Mitarbeiter fließen, die gegen das Kundeninteresse im Beratungsgespräch verstoßen haben.

Für das Gesamtjahr 2017 wurde an insgesamt 5 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile ausgeschüttet. In den Personalkosten sind 49,6 Teuro an variablen Gehaltsbestandteilen enthalten. Das sind 14,1 % des gesamten Personalaufwands.

a. Sonstige Leistungsanreize

Nur nach Abstimmung mit dem Gesellschafter dürfen sich die Mitarbeiter an Vertriebsaktionen anderer Unternehmen beteiligen. Darüber hinaus bieten wir unseren Mitarbeitern keine Leistungsanreize. Insbesondere erfolgt keine Vergütung auf Grund eines Einzelabschlusses.

b. Altersversorgung

Es bestehen für einzelne Mitarbeiter Altersversorgungsverträge über Versorgungswerke. Im Rahmen von Einzelvereinbarungen kann der Geschäftsführer in Abstimmung mit dem Gesellschafter neue Altersversorgungsverträge über Versorgungswerke gewähren.

3. Besondere Anforderungen an die Vergütung von Geschäftsleitern und Mitarbeitern

Entsprechend unserer Selbsteinschätzung haben weder der Geschäftsführer noch die Mitarbeiter, die Möglichkeit in Ausübung ihrer Kompetenz hohe Risikopositionen zu begründen und wenden daher die besonderen Anforderungen des Abschnitts 4 des BaFin-Rundschreibens Nr. 22/2009 nicht an.

4. Jährliche Überprüfung der Angemessenheit

Dem Geschäftsführer obliegt, jährlich die Angemessenheit der Vergütungssysteme zu überprüfen. Hierbei hat er die Ertragslage des Unternehmens zu berücksichtigen.

Zudem wird zur Beurteilung der Marktüblichkeit ein Vergleich mit dem Tarifwerk der Volks- und Raiffeisenbanken in der jeweils aktuellen Fassung vorgenommen.

5. Information des Beirates der Gesellschaft

Das Vergütungssystem ist vom Geschäftsführer mit dem Gesellschafter abzustimmen.

Darüber hinaus hat der Beirat ein ergänzendes Auskunftsrecht gegenüber der Geschäftsführung.

Hamburg, den 18. Juli 2018

Arne Burmeister